Gesundheit

Wichtiges Zeichen: Italienische Corona-Patienten zur Behandlung in Sachsen gelandet

Corona-Krise in Deutschland: 119 Menschen sind bereits gestorben, 28.981 sind mit dem Coronavirus infiziert. Weltweit wurden bereits mehr als 300.000 Fälle registriert. Das öffentliche Leben kommt zunehmend zum Erliegen. Alle Informationen zum Coronavirus finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

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Erstes Bundeslang lockert Regeln für Kita-Betreuung

Topmeldung (08.40 Uhr): Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen seine Regeln für die Notbetreuung von Kindern in Schulen und Kitas gelockert. Das berichtet die „Rheinische Post“. Bereits am Freitag ordnete die NRW-Landesregierung an, dass künftig nur noch ein Elternteil in einer kritischen Infrastruktur wie etwa einem medizinischen, pflegerischen oder anderen systemrelevanten Beruf arbeiten müsse, um die Kinder in einer Notbetreuung unterzubringen. Zuvor galt dies für beide Elternteile. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verteidigte die Regelung: „Zu viele Krankenschwestern sind in der vergangenen Woche zu Hause geblieben, um ihre Kinder zu betreuen.“ Und tatsächlich sei der Bedarf am Montag, dem ersten Tag der neuen Regelung, gestiegen.

Bei Ärzten stößt die Lockerung allerdings auf Kritik: „Wenn wir die Kinder wieder vermehrt in Kitas und Schulen betreuen lassen, riskieren wir neue Infektionsketten“, sagte Christiane Thiele, Landesvorsitzende des Berufsverbandes Kinder und Jugendärzte, der „Rheinischen Post“. Auf der einen Seite gebe es für die Allgemeinheit schärfere Regeln, Kinder kämen aber vermehrt in Gruppen zusammen. „Wenn wir das so aufweichen, bekommen wir ein großes Problem“, zitiert die Zeitung die Kinderärztin.

Weltärztepräsident: Corona-Krise mindestens bis Ende des Jahres

Topmeldung (07.36 Uhr): Der Präsident des Weltärztebundes rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise. "Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten", sagte Frank Ulrich Montgomery der Deutschen Presse-Agentur. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, "werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen". dpa/Guido Kirchner Frank Ulrich Montgomery gibt sein Amt als Präsident der Bundesärztekammer nach acht Jahren ab.

Montgomery begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung. Es sei ein großer Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen würden – wie bei einer Ausgangssperre – "oder ob sie es selber in der Hand haben". Der Weltärztepräsident hatte sich zuvor gegen ein Ausgangsverbot ausgesprochen.

Dramatische Situation in Spanien: Soldaten entdecken Leichen in Altenheimen

Dienstag, 24. März, Topmeldung (06.11 Uhr): Bei der Desinfektion von Altenheimen im Zuge der Corona-Krise haben Soldaten in Spanien in mehreren Residenzen tote Senioren entdeckt. Die Leichen seien offensichtlich länger unbemerkt geblieben, berichteten die Zeitung "El Mundo", der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien am Montag unter Berufung auf die Militärische Nothilfeeinheit UME.

Verkehrsminister José Luis Ábalos bestätigte anschließend auf einer Pressekonferenz in Madrid die Berichte. Man habe noch wenige Informationen. Gegebenenfalls werde die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnehmen, so Ábalos

Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte vor den Berichten schon morgens im TV-Sender Tele5 gesagt, Soldaten hätten in Heimen Senioren gesehen, "die völlig verlassen, wenn nicht sogar tot auf ihren Betten" lagen. Man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände in den Heimen "unerbittlich vorgehen". dpa

In der vergangenen Woche hatten mehrere Horrorberichte die Spanier erschüttert: Innerhalb weniger Tage starben etwa in der Residenz Monte Hermoso in Madrid 20 Bewohner, in einem Heim in Ciudad Real gab es 15 Tote. Bei den meisten Verstorbenen wurden eine Corona-Infektion festgestellt. Auch in anderen Seniorenheimen in Madrid und ganz Spanien starben zahlreiche infizierte Senioren.

Auf Antrag einer Patientenschutzorganisation leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen das Heim Monte Hermoso ein. Nach Angaben der Madrider Stadtverwaltung wurden in diesem Heim neben den Todesopfern mindestens 75 weitere Menschen – Insassen und Mitarbeiter – mit dem Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Angehörige von Insassen von Monte Hermoso und anderen Heimen sprachen von katastrophalen hygienischen Zuständen und Mangel an Schutzausrüstungen für das Pflegepersonal. In Spanien sind bereits über 2000 Menschen am Coronavirus gestorben.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 28.981 – 119 Todesfälle

Topmeldung (19.50 Uhr): Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder (Stand: 23.3.2020, 19.46 Uhr).

Baden-Württemberg: 5333 (27 Todesfälle)

Bayern: 5719 (27 Todesfälle)

Berlin: 1219 (2 Todesfälle)

Brandenburg: 385 (1 Todesfall)

Bremen: 173 (keine Todesfälle)

Hamburg: 989 (1 Todesfall)

Hessen: 1352 (4 Todesfälle)

Mecklenburg-Vorpommern: 201 (keine Todesfälle)

Niedersachsen: 1779 (6 Todesfälle)

Nordrhein-Westfalen: 8224 (40 Todesfälle), Landkreis Heinsberg besonders betroffen

Rheinland-Pfalz: 1285 (4 Todesfälle)

Saarland: 383 (1 Todesfall)

Sachsen: 865 (3 Todesfälle)

Sachsen-Anhalt: 291 (1 Todesfall)

Schleswig-Holstein: 467 (2 Todesfälle)

Thüringen: 316 (1 Todesfall)

Gesamt (Stand: 23.03., 20.14 Uhr): 28.981 (120 Todesfälle)

Stand vom Vortag (22.03., 20.50 Uhr): 24.819 (97 Tote)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien)

Lesen Sie dazu: Infizierte im Landkreis: Die aktuellen Zahlen für alle Kreise in Deutschland

Corona-Krise: Trump will Geschäfte wieder öffnen

08.21 Uhr: Die in den USA geltenden Restriktionen in der Corona-Krise sollten nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump so rasch wie möglich wieder gelockert werden. Er wolle, dass das Geschäftsleben wieder öffne, "denn unser Land ist dafür bestimmt, offen zu sein", sagte Trump am Montag in einem Briefing für die Presse im Weißen Haus. Eine Schließung der weltweit führenden Wirtschaftsmacht lasse sich nicht bewerkstelligen.

Die Lockerungen können laut Trump Anfang der kommenden Woche verkündet werden. Dann endet eine 15-Tage-Periode für Empfehlungen, die Trumps Regierung zur Bekämpfung des Coronavirus vorgelegt hatte. So wurden alle US-Bürger aufgerufen, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten. Der Präsident sagte nun aber auch, dass die Entscheidung über die Regelungen in den einzelnen US-Bundesstaaten bei den dortigen Gouverneuren lägen. dpa/Patrick Semansky/AP/dpa US-Präsident Donald Trump

Anzeichen dafür, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus in den USA abschwächen könnte, gibt es bislang aber nicht. Im Gegenteil: Die Infektions- und Totenzahlen waren zuletzt weiter deutlich gestiegen. Nach Angaben der Johns Hopkins University gibt es inzwischen mehr als 40.000 bestätigte Infektionsfälle und rund 500 Todesopfer.

Um die Pandemie einzudämmen, gelten für mehr als ein Drittel der Einwohner der USA inzwischen Ausgangsbeschränkungen –  darunter in New York, Los Angeles und Chicago, den drei größten Städten des Landes. Das wirtschaftliche Leben ist erheblich beeinträchtigt. So haben etwa die drei Autokonzerne General Motors, Fiat Chrysler und Ford ihre Fabriken in Nordamerika stillgelegt.

"Wichtiges Zeichen": Italienische Corona-Patienten zur Behandlung in Sachsen gelandet

23.12 Uhr: Eine Gruppe von in Sachsen zu behandelnden Corona-Patienten aus Italien ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Zwei Rettungsfahrzeuge standen auf dem Flugplatz für den Transport der Patienten ins Krankenhaus bereit.

Am Montag hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen will. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. "Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können", sagte Kretschmer. Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

Die Patienten waren mit einem Flugzeug der italienischen Luftwaffe nach Deutschland geflogen worden und um etwa 01.00 Uhr in der Nacht gelandet, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Bis Montag waren in Sachsen 865 Infektionsfälle registriert, die meisten in Dresden, Zwickau und Leipzig. Bislang gab es im Freistaat drei Todesfälle durch das neuartige Virus.

Erster Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Topmeldung (16.32 Uhr): Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. "Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt."

Merkel hatte sich am Sonntagabend in häusliche Quarantäne begeben, nachdem sie darüber unterrichtet worden war, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft.

  
 

Kontakt-Verbot in der Corona-Krise: Das gilt jetzt

  • Die Bürger werden angehalten, die Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren
  • Außerdem ist in der Öffentlichkeit ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet
  • Einkäufe, Arztbesuche, der Gang zur Arbeit und Bewegung in der frischen Luft sind weiter gestattet
  • Feiern in Gruppen auf öffentlichen Plätzen sowie im privaten Raum sind verboten
  • Gastronomiebetriebe werden geschlossen, ausgenommen Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege (Tattoostudios, Massagestudios, Friseure) werden geschlossen. Im medizinischen Bereich wird es keine Einschränkungen geben.
  • In allen Betrieben ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten
  • Die getroffenen Maßnahmen gelten zwei Wochen

Lesen Sie hierzu: Ausgangsbeschränkung oder Kontaktverbot – Verschiedene Corona-Regeln: Welche Verbote jetzt vor Ihrer Haustür gelten

Wichtige Telefonnummern bei Coronavirus-Verdacht

Die Regierung empfiehlt: Bei Covid-19-Symptomen ist es besser anzurufen, statt im Wartezimmer zu sitzen.

  • 116 117: Ärztlicher Bereitschaftsdienst
  • 115: Einheitliche Behördennummer
  • 0800 011 77 22: Unabhängige Patientenberatung Deutschland
  • 030 346 465 100: Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums
  • “ target=“_blank“ class=“ps-tracking-comlinks ps-trackingname_FOLJAM_11741568 externalLink“ title=“Hier geht es zur kostenlosen Videosprechstunde beim Arzt“ rel=“nofollow“>Coronavirus-Verdacht? Hier geht es zur kostenlosen Videosprechstunde beim Arzt

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China hebt Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend auf

06.15 Uhr: In der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo der Ausbruch des Coronavirus seinen Ausgang genommen hatte, sollen erste Beschränkungen wie Reiseverbote in Kürze aufgehoben werden. Wie die Lokalregierung von Hubei am Dienstag mitteilte, sollen Menschen die Provinz ab Mittwoch um Mitternacht wieder verlassen dürfen. Ausgenommen ist jedoch noch die Millionenmetropole Wuhan, die besonders schwer betroffen war. Dort soll es ab dem 8. April wieder möglich sein, die Stadt zu verlassen. dpa/Gao Xiang/XinHua/dpa Ärzte richten sich in einem umgebauten Krankenhaus in Wuhan ihre Schutzbrillen.

Voraussetzung für die Reisefreiheit ist, dass die Menschen über einen "grünen Code" verfügen, demnach werden sie als gesund eingestuft. In der Provinz Hubei hatten faktisch rund 60 Millionen Menschen unter Zwangsquarantäne gestanden. Besonders streng waren die Regeln in Wuhan, wo Millionen Menschen über Wochen überhaupt nicht mehr auf die Straße gehen durften.

Trump gibt sich in Corona-Krise optimistisch: "Beschwernisse werden bald enden"

05.47 Uhr:  US-Präsident Donald Trump übte sich in Optimismus und stellte der amerikanischen Bevölkerung eine baldige Erholung von der Corona-Krise in Aussicht. "Die Beschwernisse werden enden, sie werden bald enden", sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. "Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte", versicherte er.

Und dies werde früher sein als erst in drei oder vier Monaten. Das normale Leben werde zurückkehren und die Wirtschaft werde sich erholen. "Wir können nicht zulassen, dass die Heilung schlimmer ist als das Problem." Trump. Er räumte aber ein, die Lage werde sich zunächst wohl noch verschlechtern, betonte aber: "Wir versuchen, dafür zu sorgen, dass es weit weniger schlecht wird."

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