Kinder Gesundheit

Corona

Ein Workout weit unter der Erde. So funktioniert in Polen eine Corona-Therapie. In der Salzmine Wieliczka bei Krakau treffen sich Menschen, die eine Infektion hinter sich haben, zur Gymnastikeinheit. Das Ziel: Sie wollen sich schneller erholen – von Folgen, die sie auch nach ausgestandener Infektion immer noch spüren.

Jozef Biros, Patient in der Salzmine:
»Ich litt lange unter Ohrensausen, Angstzuständen, ich wurde schnell müde und bekam beim Treppensteigen schlecht Luft.«

Krystyna Gorniak, Patientin in der Salzmine:
»Fehlende Balance, schreckliche Müdigkeit, große Schwäche und die Angst, raus auf die Straße zu gehen, weil ich mich fühlte, als würde der Boden unter meinen Füßen wegfallen.«

Dariusz Kasprzyk, Patient in der Salzmine:
»Trockener Keuchhusten mit Problemen bei der Atmung und Atemlosigkeit in der Nacht.«

Dass sich die Menschen hier unten treffen, liegt daran, dass ihnen die besondere Beschaffenheit der Mine hilft. Bevor die Luft hier unten ankommt, bewegt sie sich durch eine Reihe von Salzkorridoren. Dabei wird sie gereinigt von der Verschmutzung über der Erde. Drei Wochen geht hier ein Reha-Kurs. Und am Ende spüren die Patienten eine deutliche Verbesserung.

Jozef Biros, Patient in der Salzmine:
»Zwei Wochen sind vorbei und ich kann sagen, dass ich mich besser und besser fühle, sowohl von der Atmung her als auch körperlich.«
»Einfache Dinge wie Schuhe binden: Vorher habe ich mich gebückt und habe keine Luft bekommen. Jetzt kann ich meine Schuhe ohne Probleme binden.«

Krystyna Gorniak, Patientin in der Salzmine:
»Typische Atmungsübungen wie eine Feder zu pusten oder einen Watteball mit einem Strohhalm anzusaugen, helfen uns, auf eine andere Art zu atmen. Aber auch die Brust zu dehnen oder Übungen, die dabei helfen, die Lungenkapazität zu erhöhen.«

Dariusz Kasprzyk, Patient in der Salzmine:
»Ich atme besser. Meine Atmung ist stärker. Ich atme mehr Luft ein und aus, ich fühle mich definitiv viel besser.«

Schon im 19. Jahrhundert profitierten Patienten mit Atemwegserkrankungen von der salzhaltigen Luft.

Heute ist die Mine Unesco-Weltkulturerbe und zieht mit ihrer in Stein gehauenen Kirche jährlich Hunderttausende Besucher an. Die müssen aktuell draußen bleiben. Vorerst bleibt der Zutritt Covid-19-Patienten vorbehalten.











Quelle: Den ganzen Artikel lesen